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Im Diamantweg-Buddhismus,
wird das Weibliche mit der Weisheit, mit grundlegender Erkenntnis und Leerheit
verbunden, das Männliche mit geschickten Mitteln, Methoden und Dynamik.
Der Diamantweg kennt vielfältige weibliche Buddha-Aspekte. Aber obwohl es
in Tibet viele verwirklichte Frauen gab, darf das nicht darüber hinwegtäuschen,
dass auch in Tibet eine weibliche Wiedergeburt für niedriger als eine männliche
erachtet wurde. Bestimmend war auch hier wie in ganz Asien ein hierarchischpatriarchalisches
System: die Die institutionalisierte Religion Tibets lag in den Händen der
Männer.
Anders ist die Situation im westlichen Kulturkreis. Seit sich der Diamantweg-Buddhismus
in den letzten 25 bis 30 Jahren in unserer Kultur verbreitet hat, haben
sich Frauen beim Aufbau der buddhistischen Zentren, bei der Meditationspraxis
und in der Rolle der Lehrenden genauso engagiert wie Männer. Selbstverständlich
würde ein Buddhismus, der die Frauen nicht schätzt, hier bei uns im Westen
nicht angenommen werden.
Letzten Endes, wenn die Leerheit verstanden wird, spielt die Illusion einer
festen Geschlechtszugehörigkeit keine Rolle mehr. Die buddhistische Lehre
und der Weg sind weder männlich noch weiblich. |
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