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Nach Buddhas
Aussage müssen vier Bedingungen zusammenkommen, damit ein karmischer Eindruck
voll heranreift. Zuerst muss ein Wesen seine Ausgangslage und deren Bedingungen
klar erfassen. Zweitens muss es den Wunsch haben, aktiv darauf einzuwirken.
Drittens muss dieses Wesen dem Entsprechendes tun oder durch andere tun
lassen. Letzten Endes bildet dann die Genugtuung über das Resultat den Abschluss
zu einem voll ausgeprägten karmischen Eindruck, der sich nach der Tat in
unser Speicherbewusstsein legt. Das karmische Ergebnis eines Mordes beispielsweise
wird die Erfahrung eines höllenähnlichen Zustandes sein, wenn Hass die Motivation
war. Die gleiche Handlung mit Gier ausgeführt, etwa Raubmord, führt in Frustrationswelten,
während das Töten aus Dummheit mit einer Wiedergeburt als Tier enden kann.
Der Bewusstseinstrom fließt von Geburt zu Geburt, während man in jeder Lebenslage
alte Eindrücke verdaut und auflöst und neue Eindrücke in den Speicher des
Geistes setzt. Zwar bilden sich leicht "Teufelskreise" von Reiz
und Reaktion, aus denen man nur sehr schwer ausbrechen kann. Allerdings
entstehen auch die extremsten Geisteszustände ihrer Natur nach aufgrund
bestimmter Bedingungen. Daher sind sie auch wieder veränderlich (siehe "Das
Rad des Lebens").
Aus diesem Grund hat Buddha Karma weder dogmatisch noch moralisch als "Du
darfst nie..." oder "Du sollst immer..." unterrichtet. Beispielsweise
kann man töten, um Medizin zu entwickeln oder das Leben von Menschen zu
retten. In diesem Fall wirkt sich die Handlung zwar ebenfalls negativ, aber
deutlich milder aus, da der geistige Impuls Mitgefühl war und man die Tat
schon im Entstehen bedauert, während man sie als unvermeidbar erfährt. Das
bewusste Verständnis der Wirkungsweise von Ursache und Wirkung soll Buddhas
Schülern helfen, den Wesen im Kreislauf der Existenz mit Weisheit und spontaner
Aktivität zu nutzen. |
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