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Nicht erleuchtet zu sein, bedeutet, zwischen einem Ich, einem Du und der daraus resultierenden Tat zu trennen. In diesem Zustand der Dualität befinden wir uns seit anfangsloser Zeit. Ursache für diese Art der Wahrnehmung ist die grundlegende Unwissenheit des Geistes: Der Geist funktioniert wie ein Auge, das zwar nach außen, nicht aber sich selbst sehen kann. Aus der Unwissenheit heraus entsteht die Trennung zwischen ich und du, außen und innen, hier und dort. Als Folge davon wollen wir bestimmte Dinge, die wir als von uns getrennt erleben, haben - es entsteht Anhaftung -, und bestimmte Dinge wollen wir nicht haben - es entsteht Abneigung. Aus Anhaftung wiederum entsteht Gier, aus Abneigung Eifersucht und aus Unwissenheit Stolz. Diese fünf Störgefühle veranlassen uns nun, bestimmte Dinge zu sagen und zu tun. Unsere Taten begegnen uns aufgrund des Gesetzes von Ursache und Wirkung (Karma) später wieder, und unsere Gewohnheiten führen dazu, dass wir wieder und wieder durch die Störgefühle motiviert handeln. Wir befinden uns also damit in Samsara und kommen aus dem begrifflichen Fühlen und Denken nicht heraus. |
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1. Stolz führt zu einer Wiedergeburt im Bereich der Götter. Diesen geht es gut; sie leben sehr lange und haben nur ein Problem: die Vergänglichkeit. Irgendwann ist ihr angenehmer Zustand vorbei, nämlich dann, wenn ihr gutes Karma verbraucht ist. 2. Eifersucht führt in den Bereich der Halbgötter. Diesen geht es auch relativ gut, aber sie sind immer eifersüchtig auf das, was die Götter haben, und sie versuchen, diesen ihre Reichtümer abzujagen. 3. Begierde führt zur Wiedergeburt als Mensch. Menschen haben ein gemischtes Karma. Sie erleben die Leiden von Geburt, Krankheit, Alter und Tod, haben aber auch je nach Karma Überschuss und Mitgefühl. 4. Dummheit führt zu einer Wiedergeburt als Tier. Tiere fressen andere Tiere oder werden von ihnen gefressen. 5. Geiz führt in den Bereich der Hungergeister. Diese Wesen leiden unsäglich. Sie erleben sich mit einem riesigen Bauch und einem winzigen und dünnen Hals, so dass sie nichts essen und trinken können. 6. Zorn schließlich führt zu einer Wiedergeburt in Paranoiawelten bzw. im Bereich der Höllenwesen. Diese Wesen leiden noch stärker. Sie erleben, wie sie gekocht werden oder erfrieren, und dies in einem fort. |
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| Man kann
die sechs Daseinsbereiche auch in unserer Menschenwelt finden, den Götterbereich
z.B. in den Villen reicher Leute oder den Paranoiabereich in psychiatrischen
Krankenhäusern. Jedoch sind die Daseinsbereiche nicht nur metaphorisch
zu verstehen, sondern manifestieren sich nach dem Tod je nach den vorherrschenden
Eindrücken im Geist. Keine der sechs Welten hat eine höhere Wirklichkeit
- sie alle sind Projektionen der Wesen, die ein gemeinsames Karma erfahren.
Auch unsere Menschen- und Tierwelt ist eine Art gemeinsamer Traum, genauso
wirklich bzw. unwirklich wie die Paranoiawelten oder die Götterbereiche
für die jeweils darin verweilenden Wesen. |
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| Karma
- Ursache und Wirkung
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