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Die zweite
Ebene wendet sich an Altruisten, also Menschen, die Überschuss für andere
haben, und denen das Wohlergehen der anderen wichtiger ist als das eigene.
Zunächst gilt es hier, ein Verständnis dafür zu entwickeln, dass man zwei
Dinge braucht, und zwar im richtigen Mischungsverhältnis: einerseits Mitgefühl,
das Verständnis, dass andere Menschen ebenfalls im Kreislauf des Leidens
gefangen sind und nicht aus Bosheit, sondern aus Unwissenheit handeln. Andererseits
benötigt man auch intuitive Weisheit, um anderen das zu geben, was sie für
ihre Entwicklung brauchen. Die hierauf ausgerichteten Meditationen beziehen
alle Wesen mit ein. Außerdem beginnt man, ein Verständnis bzw. Gefühl für
die Raumnatur oder die Leerheit der Dinge zu entwickeln. Leerheit bedeutet,
dass nichts eine eigene Dauernatur hat, sondern alles zusammengesetzt ist,
sich ständig ändert und irgendwann wieder auflöst. Um die durch Meditation
erreichte Ebene festzuhalten, lernt man vor allem, Zorn zu vermeiden, Angenehmes
als Segen und Schwieriges als Lernprozess und Reinigung zu erfahren. |
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