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- aus dem Unterrichtsmaterial
(im Download-PDF enthalten)
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Der Diamantweg
zieht besonders Menschen an, die ein grundlegendes Vertrauen in ihre eigene
Buddhanatur und die aller Wesen haben. Hier geht es vor allem darum, die
Sichtweise zu pflegen, dass jedem Wesen alle erleuchteten Eigenschaften
(Furchtlosigkeit, Freude, tatkräftiges Mitgefühl) bereits innewohnen und
die verschiedenen Arten der Weisheit schon immer im Geist vorhanden sind.
Man muss nur die Schleier beseitigen, die verhindern, dies zu erfahren.
Als Verwirklicher (früher meist mit dem exotischen Wort Yogi bezeichnet)
übt man sich darin, alles auf der höchstmöglichen und reinstmöglichen Ebene
zu erleben und so den Reichtum, der in jeder Lebenslage enthalten ist, zu
erfahren. Letztendlich fallen durch die Identifikation mit der eigenen Buddha-Natur
alle geistigen Schleier weg, und man erreicht das Ziel - die Buddhaschaft
oder Erleuchtung.
Bevor der Buddhismus sich in den vergangenen Jahrzehnten in den verschiedensten
Teilen der Welt verbreitete, wurde der Diamantweg in seiner vollständigen
Form nur in Tibet und seinen angrenzenden Ländern praktiziert, in Teilaspekten
aber auch im Chan-Buddhismus in China und im japanischen Zen. Der Große
Weg wurde in den nördlichen Ländern des Buddhismus, also den Himalaya-Ländern
mit Tibet, Ladakh, Nepal, Sikkim, Bhutan sowie der Mongolei, China, Japan,
Vietnam, Taiwan und Korea geübt. Der Tradition des Theravada folgte man
dagegen hauptsächlich in den südlichen Ländern des Buddhismus, wie zum Beispiel
Sri Lanka, Burma (Myanmar), Thailand, Laos und Kambodscha. |
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